Der Name "Amorbach" und geschichtliche Zahlen

Der Name “Amorbach”

Auf keinen Fall kommt der Name von dem römischen Liebesgott Amor. Es gibt mehrere Deutungen wie der Name Amorbach entstand: Einmal von dem legendären 1. Abt des Klosters, Amor, der mit Primin oder durch ihn in dieses Tal gelangte, zum zweiten: lauteten die ersten Schreibweisen des Namens der Siedlung auf Am -e- erbach gelegentliche auch mit Doppel “ m “ in Zusammenhang mit Wasserläufen (Ammer=Gewässer, Fluß). Da die Erteilung von Stadtrechten eng mit der Befestigung einer Siedlung verbunden war, dürfen wir annehmen, dass Amorbach nach 1253 eine Stadtmauer erhielt. Sie ist heute bis auf ganz geringe Reste verschwunden. (Stadttor am “Badischen Hof” und Reste der Stadtmauer im Hof des “Badischen Hofes”).





Amorbach´s wichtige Jahreszahlen
Geschichtlicher Überblick in jahreszeitlicher Reihenfolge
der Jahre 714 bis 1803

714
Zu dieser Zeit lebte auf dem Frankenberg der fränkische Gaugraf
Ruthardt. Er rief den hl. Primin zu Missionsarbeit in die Täler des Odenwaldes um die hier lebende heidnische Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Primin erbaute am Otterbach /- ca. 2 km außerhalb von Amorbach, seine erste heilige Zelle für sich und seine Schüler. (Amorsbrunn)

734
Hat Amor, ein Schüler Primins, dessen Werk fortgesetzt und in Amorsbrunn  mit Unterstützung des Hausiere - Karl Marterl - das erste  Benediktinerkloster gegründet.
(Karl Marterl war der Großvater von Karl dem Großen) In der folgenden Zeit, in der auf den hl. Amor mehrere Äbte folgten, dehnte sich die Siedlung, die sich um das Kloster gebildet hatte, bis in das weite Mudtal aus und fand seinen Mittelpunkt im  heutigen Stadtkern von Amorbach.

1168
bekam Ruprecht von Dürn auf Wunsch Kaiser Barbarossas für besondere Verdienste die Schutzvogtei über Amorbach

1253
ernannte Konrad von Dürn - ein Enkel Ruprechts von Dürn den Klosterort Amorbach zur Stadt. Mit dem Untergang der Staufer endet auch die Machtstellung der Hohenstaufer.

1272
mußten alle Rechte an das Erzbistum Mainz abgetreten werden. Amorbach blieb bis zum Jahre 1802/1803 (Säkularisation) in diesem Verband und wurde  weitgehend von Kriegen verschont.

1525
Vor allem der Bauernkrieg richtete in der Abtei großen Schaden an. Die Bauern plünderten die Abtei vollständig aus. Daraufhin kam Amorbach  erneut unter strenge mainzerische Verwaltung, die wieder Ruhe und  Ordnung herstellte.

1618 bis 1648
Der Dreißigjährige Krieg warf die Abtei noch einmal in ihrer Entwicklung  zurück und dezimierte die Bevölkerung von Amorbach um die Hälfte.
(1571=250 Haushalte/1649=130 Haushalte).

1803
Das Dasein der Abtei wird ausgelöscht durch einen Gewaltakt - der Reichsdeputationshauptausschuß - verfügt, daß die Abtei als  Entschädigung für den Verlust der linksrheinischen Güter an das  Fürstenhaus zu Leiningen fällt. Mit Beginn dieser Zeit kam es zu neuen  kulturellen Bestrebungen, die bis in die heutige Zeit andauern. Z. B.  Führungen durch die Abtei, Orgel- u. Kammerkonzerte, Bau eines Theaters und einer höheren Schule (Gymnasium).